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Bgm. Christian Pinzker (li.) und Sigi Klein (Mitte) holten gemeinsam mit Feuerwehr und Zivilschutz Herbert Saurugg (re.) zum Vortrag nach Günseck.
Bgm. Christian Pinzker, OV Ing. Martin Ringhofer, Siegfried Klein, LFKDt. Ing Alois Kögl, Herbert Saurugg,MSc

Was tun, wenn europaweit wochenlang Strom- und Infrastruktur ausfallen? Experten berichteten im Rahmen eines Vortrags.

UNTERKOHLSTÄTTEN (ps). „Wir wollen nicht Panik verbreiten, nur aufrütteln und zum Nachdenken anregen“, so Bgm. Christian Pinzker aus Unterkohlstätten bei der Begrüßung zum Startworkshop „Blackout“ im Gemeindezentrum Günseck.
„Es soll nicht passieren, aber es kann unverhofft zu einem europaweiten Strom- und Infrastrukturausfall - sprich Blackout - kommen. Auf dieses Szenario, den Tag X, wollen wir vorbereitet sein“, so der umsichtige Bürgermeister. Gemeinsam mit Siegfried Klein, einem kompetenten Fachmann vor Ort, holte Pinzker den Experten Herbert Saurugg, um über „Blackout zu informieren und darüber zu diskutieren.


Nichts geht mehr ohne Strom

Beim "Blackout" ist ohne jegliche Vorwarnung innerhalb weniger Sekunden ein zeitgleicher Ausfall der Stromversorgung in weiten Teilen Europas zu erwarten. Die vollständige Wiederherstellung der Stromversorgung kann Stunden, wenn nicht sogar Tage dauern. „Meiner Einschätzung nach sind die geplanten Maßnahmen auf europäischer Ebene technisch und physikalisch nicht umsetzbar, daher befürchte ich in den kommen Jahren ein Blackout“, so Herbert Saurugg.
Unser tägliches Leben ist völlig von der Stromversorgung abhängig, ohne Strom geht kein Handy, kein Internet, keine Gas-, Fernwärme-, Öl-, Zentral-Heizung, kein Bankomat, keine Tankstelle, keine Ampeln und sogar das Wasser hört auf zu rinnen. Ohne Telekommunikation und Logistik zerfällt die Gesellschaft.

Wie können wir uns auf dieses Szenario vorbereiten?

Die Message des Vortrages kann nur heißen: "Wie können wir mit einfachen Maßnahmen in unserer Gemeinde die Bevölkerung auf ein "Blackout-Szenario" vorbereiten", so Bgm. Pinzker. "Auch wenn der Strom wieder da ist, sind tage- wenn nicht wochenlange Versorgungsengpässe zu erwarten - daher ist es enorm wichtig, sich ausreichend selbst zu versorgen", so Herbert Saurugg.


Eigenbevorratung

Neben dem Basisvorrat an Lebensmittel und Wasser sollten auch regelmäßige Medikamente und eine Hausapotheke, sowie Radiobatterien, warme Winterkleider und ein Schlafsack im Haus sein. Wenn eine Campingausrüstung vorhanden ist, kann auch gekocht und Getränke warm gemacht werden. Die Nothygiene muss aufrecht erhalten werden - Brauchwasser in Kanistern für die WC-Spülung wäre sinnvoll. Sind Familienmitglieder in der Schule, in der Arbeit, usw. muss die Familienzusammenführung organisiert werden. Dafür wäre auch ausreichend Treibstoff notwendig.
Die Gemeindeinfrastruktur sollte für Kriseneinsätze gerüstet sein, z.B. genügend Treibstoff auf Lager, um auch Notstromaggregate betreiben zu können.

Zur Sache:

Weitere Vorträge werden auf Wunsch von Siegfried Klein (0664/3263095, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) organisiert.